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AKTUELLES

Die nächsten Info-Tage zu den Ausbildungen

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16.06.2012 St. Pölten
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Yoga Park: 14.09.2012
Wels: 14.09.2012
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St.Pölten: 28.09.2012
Graz: 29.9.2012
Wien: 05.10.2012









Die 7 Chakras

Das Wort „Chakra“ bedeutet „Rad“ im Sinne von kreisförmiger Energiebewegung oder Energiewirbel. Ein Chakra ist eine Art Transformator, durch den die astrale Energie im physischen Körper wirksam werden kann. Chakras sammeln, transformieren und verteilen die sie durchströmende Energie, sie sind spezifische „Kraftorte“ unseres Körpers. Chakras sind nicht nur im Yoga und Tantra, sondern auch im Buddhismus, in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und in vielen anderen Systemen bekannt.
Jedes Chakra ist verbunden mit einer spezifischen Schwingungsfrequenz bzw. Subtilität des Pranas; damit wird jedes Chakra zu einem Schalter, der bestimmte Bewusstseinsebenen aktiviert. All unsere Gedanken, Gefühle, Eigenschaften und Wahrnehmungen hängen mit der Energie in unseren Chakras zusammen. Yoga-Körperübungen, Atemübungen, Konzentrations- und Meditationstechniken sowie Mantra-Rezitation und andere Techniken wirken direkt und reinigend auf die Chakras ein. Ebenso können wir aber durch ungesunde Ernährung, negatives Denken und schlechte Gesellschaft Energie verlieren und anfälliger für körperliche und psychische Krankheiten werden.
Drehen die Chakren sich schnell, leuchten sie stark und sind ihre Farben klar, so ist der Mensch nicht nur körperlich und seelisch gesund, sondern befindet sich auch auf einer hohen spirituellen Entwicklungsstufe.
Jedes Chakra befindet sich an einem Kreuzungspunkt von zwei oder mehreren Nadis (Energiebahnen). Da es 72000 Nadis in unserem Energiekörper gibt, gibt es eine sehr große Anzahl von Chakras.
Die für die spirituelle Praxis wichtigsten Energiezentren liegen an jenen Punkten, an denen sich die drei Hauptnadis Ida, Pingala und Sushumna kreuzen. Diese sieben Hauptchakras können als eine Art Schalter gesehen werden, die bestimmte Bewusstseinsebenen aktivieren - vom elementaren Niveau des Muladhara, das mit engen Begrenzungen im Denken und Handeln verbunden ist, bis zu den höheren Zentren, die zunehmend alle Begrenzungen transzendieren und den Menschen höchste Erkenntnis, Harmonie und Freude erfahren lassen.
Chakras befinden sich nicht im physischen, sondern im Astralkörper. Sie drücken sich jedoch durch bestimmte physische Organe (Nervengeflechte oder Drüsen) bzw. in bestimmten Körperregionen aus und können durch Konzentration auf diese Regionen stimuliert und aktiviert werden. Man kann sie sich als Strahlungsfelder mit einem gewissen Durchmesser (etwa 20 - 30 cm) vorstellen. Dadurch, dass diese Strahlungsfelder sowohl in der Größe als auch der exakten Lage nicht statisch sind, werden sie zumeist nur durch relativ großflächige Symbole dargestellt, die eine genaue Lokalisierung nicht erlauben. Wiederholt weisen die Meister des Hatha Yoga darauf hin, dass die Chakras gefühlt und nicht „gewusst“ werden müssen!

Die Hauptchakras sind:
1. Muladhara Chakra (Wurzel-Chakra) 
2. Svadhishthana Chakra (Sakralchakra) 
3. Manipura-Chakra (Nabel-Chakra) 
4. Anahata Chakra (Herz-Chakra)
5. Vishuddha-Chakra (Kehlkopf-Chakra) 
6. Ajna-Chakra (Stirn-Chakra) 
7.  Sahasrara-Chakra (Scheitelchakra)


1. Muladhara Chakra (Wurzel-Chakra) 
Lokalisierung: Muladhara liegt nach Satyananda beim Mann zwischen Genitalien und Anus, bei der Frau im Bereich der Cervix, des Muttermundes (Andere Schulen nennen das Ende der Wirbelsäule, das Steißbein als Ort des Muladhara Chakra). Mula bedeutet Wurzel, Adhara bedeutet Stütze. Dies beschreibt die Bedeutung dieses Chakras: Es ist die Wurzel und Basis für das gesamte Chakra-System.
Element: Das mit Muladhara Chakra assoziierte Element ist die Erde, das Feste, Tragende.
Symbole: Die Farben Gelb und Rot symbolisieren das Erd-Prinzip, das Chakra hat vier Blütenblätter. Auf den Darstellungen finden sich ein Elephant, der Stärke und Festigkeit repräsentiert, sowie die dreieinhalbfach zusammengerollte Schlange Kundalini, die in Muladhara ruht. Das Bija-Mantra, durch das Muladhara Chakra gereinigt und aktiviert wird, ist LAM.
Qualitäten: Muladhara ist die Ebene, auf der sich der Mensch als Individuum erfährt. Die hier herrschenden Energien drücken sich in Form materieller Bedürfnisse und als Streben nach materieller Sicherheit aus. Es geht hier um Überleben und den Selbsterhaltungstrieb, aber auch um Instinkte, Urvertrauen, Stabilität, Durchsetzungsfähigkeit, Lebenswille, Lebenskraft sowie um Erdung und Aufnahme der Erdenergie.
Wenn der Mensch vorwiegend auf der Ebene des Muladhara Chakra lebt, so hat er ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf und ist anfällig für Ärger, Gier und Habsucht.
Entsprechungen: Physiologisch ist Muladhara Chakra mit den Ausscheidungsorganen verbunden und wird von Apana Vayu gespeist. Das Chakra ist mit dem Geruchssinn verbunden und weist damit auch eine Verbindung zu Ajna Chakra auf.
Bedeutung: In Muladhara entspringen die drei wichtigsten Nadis, Ida, Pingala und Sushumna. Die Kundalini-Kraft, die in diesem Zentrum schlummert, symbolisiert das menschliche Potential des geistig-spirituellen Erwachens. Solange diese Kraft jedoch noch nicht freigesetzt worden ist, vermag der Mensch nur einen kleinen Bruchteil der in ihm ruhenden Fähigkeiten zu nutzen.
Asanas, die Muladhara stärken, sind alle Standhaltungen, z. B. der Baum, das Dreieck und der Krieger; sowie alle Übungen, die auf Füße, Knie, Beine, Becken und den Kreuzbein-Steißbeinbereich wirkt. Auch die vorwärtsbeugenden Stellungen im Stehen und im Sitzen und der Drehsitz helfen, Muladhara-Energie zu erhöhen.
Techniken zur Erweckung des Muladhara Chakra sind Mula Bandha und Ashvini Mudra. Durch die Verbindung dieses Chakras mit Ajna Chakra und dem Geruchssinn kann Muladhara auch über Nasikagra Drishti, das Starren auf die Nasenspitze  erweckt werden.

2. Svadhishthana Chakra (Sakralchakra) 
Lokalisierung: Svadhishthana liegt nach Satyananda am unteren Ende der Wirbelsäule, am Steißbein; andere Schulen ordnen Svadhishthana dem Kreuzbein zu. Der Kshetram ist jener Punkt an der Körpervorderseite, an der die Energie des Chakras nach vorne austritt. Der Svadhishthana Kshetram liegt im Bereich des Schambeins.
Element: Wasser - Das Wasser-Element taucht in der Symbolik als weites Meer unter sternenklarem Himmel auf; du kannst dieses Bild in der Meditation verwenden, um Svadhishthana zu stärken.
Symbole: Diesem Chakra werden die Farben rot, orange, weiß, aber auch schwarz zugeordnet; es wird als Lotus mit sechs Blütenblättern dargestellt, das Bija-Mantra ist VAM.
Qualitäten: Svadhishthana ist jenes Chakra, in dem sich die Sinnlichkeit entfaltet; es ist mit Sexualität, Erotik sowie mit Beziehungen und Eifersucht verbunden. Man sucht Sinnesbefriedigung und Lust in äußeren Dingen. In Svadhishthana ruht das Unbewusste, die tiefverwurzelten Instinkte des Menschen. In Svadisthana wohnt das Potential der Kreativität, der schöpferischen Lebensenergie und der Begeisterungsfähigkeit.
Entsprechungen: Auf der körperlichen Ebene ist Svadhishthana mit dem Urogenitalsystem verbunden und beeinflusst Prostata bzw. Gebärmutter und Vagina. Auf der Ebene der Sinnesorgane wird der Geschmackssinn diesem Chakra zugeordnet.
Bedeutung: Svadhishthana gilt als die Grundlage der individuellen menschlichen Existenz, es ist mit dem Unbewussten, mit der Ansammlung aller mentalen Eindrücke, den Samskaras, verbunden. Hier wurzelt die menschliche Persönlichkeit mit allen teils unbewussten Wurzeln. Nach der tantrischen Philosophie ruhen hier sowohl alle animalischen Instinkte als auch das Potential ihrer Überwindung. Es wird diesem Chakra Tamas-Qualität zugeordnet.
Svadhishthana bildet beim Aufstieg der Kundalini-Shakti ein schweres Hindernis, da zahllose Erfahrungen und Karmas freigelegt werden, was zu schmerzhaften Erfahrungen führen kann.
Asanas, die Svadhishthana stärken, sind alle  Standhaltungen, alle Vorbeugen, und alle Übungen, die auf den Beckenraum, den Kreuzbeinbereich, die Hüftgelenke und die Lendenwirbelsäule wirken. Satyananda empfiehlt besonders die Kobra, die Stellung des Kindes und den Bogen.
Techniken zur Erweckung des Svadhishthana Chakra sind Ashvini Mudra (Kontraktion der Anal-Schließmuskeln) und Vajroli Mudra (Kontraktion im Harnblasenbereich).

3. Manipura-Chakra (Nabel-Chakra) 
Lokalisierung: Manipura liegt in der Lendenwirbelsäule in der Höhe des Nabels. Der Kshetram liegt direkt am Nabel, kann aber auch etwas höher oder etwas tiefer erfahren werden.
Element: Feuer. Visualisiere in der Meditation ein loderndes Feuer im Bauchraum; es reinigt und stärkt dich.
Symbole: Entsprechend dem Feuer-Element finden wir in diesem Chakra die Farben orange, rot und  gelb. Manipura hat zehn Blütenblätter, das Bija-Mantra ist RAM.
Qualitäten: Manipura ist der Sitz der Tatkraft und der Willenskraft. Hier wurzeln Verantwortung, Identität, Macht, das Ego sowie Kampf, Wut und Aggression. Die Manipura-Ebene ist von Aktivität und Vitalität gekennzeichnet, in ihm wurzelt das Selbstwertgefühl und innere Kraft. Während die unteren beiden Chakras tamas-orientiert sind, steht Manipura im Zeichen des Rajas, der Aktivität, der Bewegung und Veränderung.
Entsprechungen: Manipura beeinflusst direkt das Verdauungssystem, Bauchspeicheldrüse, Leber und das Sonnengeflecht. Von den Sinnen wird dem Manipura Chakra der Sehsinn zugeordnet.
Bedeutung: Manipura bedeutet wörtlich: „Stadt (pura) aus Edelsteinen (mani)“: Das Glänzen der Edelsteine symbolisiert das Feuer dieses Zentrums. Wesentlich für dieses Chakra ist auf der physischen Ebene der Aspekt der Umwandlung von grobstofflicher Nahrung in feinstoffliche Energie, das „Verdauungsfeuer“. Auf geistiger Ebene sorgt die Manipura-Energie als Samana-Vayu für das Aufarbeiten von Eindrücken, auf energetischer Ebene für das Umwandeln von Ida und Pingala-Energien zu Kundalini-Shakti: Das Erwachen der Kundalini ist zu einem großen Teil von der Energie in Manipura abhängig. Meditation auf Manipura Chakra führt zu einem tiefen Verstehen des eigenen Körpers; ein erwachtes Manipura Chakra lässt den Körper leuchtend und frei von Krankheit werden.
Asanas, die Manipura stärken, sind alle Vorwärtsbeugenden Stellungen, der Drehsitz, aber auch rückwärts beugende Stellungen wie der Bogen und das Rad.
Techniken zu Erweckung dieses Chakras sind die Magenkontraktionsübungen Uddiyana Bandha, Agnisara Dhauti und Nauli Kriya. Auch Kapalabhati hat stark belebende Wirkung auf Manipura.

 
4. Anahata Chakra (Herz-Chakra)
Lokalisierung: Anahata liegt in der Wirbelsäule in der Höhe des Herzens, der Kshetram in gleicher Höhe an der Körpervorderseite, also etwa in der Mitte des Brustbeins.
Element: Luft. Fühle in der Meditation auf Anahata Chakra Ausdehnung und Öffnung; visualisiere einen kräftigen Wind, der dich durchweht und reinigt.
Symbole: In der Meditation wird dieses Chakra als blau, rauchfarben oder auch als grün wahrgenommen. Sein Lotus hat zwölf Blütenblätter, sein Bija-Mantra ist YAM.
Qualitäten: Anahata ist die Quelle von Liebe, Geborgenheit, Mitgefühl, Herzenswärme, von Menschlichkeit, Offenheit und Toleranz. Das Erwachen von Anahata ist von einem Gefühl universaler, uneingeschränkter Liebe zu allen Wesen begleitet. Aber Anahata ist auch sehr empfindsam, und seine Öffnung kann tief liegende schmerzhafte Erfahrungen an die Oberfläche bringen – doch durch diesen seelischen Reinigungsprozess muss der/die Erwachende hindurch.
Entsprechungen: Im physischen Körper ist das Herz-Chakra mit dem Herzen und der Lunge und damit mit Atmungs- und Kreislaufsystem verbunden. Das Sinnesorgan, das diesem Chakra zugeordnet ist, ist die Haut bzw. der Tastsinn.
Bedeutung: Anahata bedeutet wörtlich „unangeschlagen“: Hier entstehen die Anahata-Klänge, die man in tiefer Meditation hören kann – diese Klänge entstehen nicht aus dem Aneinanderschlagen von zwei Gegenständen, sondern sind transzendenter Natur. Anahata wird von Rajoguna gesteuert und damit kann es zu starken inneren, emotionellen Bewegungen kommen. Der Mensch, dessen Anahata Chakra erwacht ist, wird imstande, sich von Schicksal und Karma zu lösen, welche bis zum Manipura Chakra sein ganzes Leben bestimmt haben. Man beginnt, innerlich frei zu werden. Anahata Chakra ist der innere Tempel, in dem Atman, das göttliche Selbst wohnt. Sivananda sagte: „Willst du Frieden finden? Schließe Türen und Fenster (die Sinne) und ruhe in der innersten Kammer (Anahata).“
Asanas, die Anahata stärken, sind insbesondere der Fisch und die Kobra, weiters die Stellungen 2 und 4 aus dem Sonnengebet, der Drehsitz und der Pflug. Durch die aktivierende Wirkung auf das Kreislauf- und Atemsystem ist auch das Surya Namaskar als ganzes sehr empfehlenswert.
Techniken zur Erweckung von Anahata sind Bhramari, Mantra-Meditation (besonders mit dem Mantra So-Ham) und Konzentration auf Hridayakasha, den Herzraum.

5. Vishuddha-Chakra (Kehlkopf-Chakra) 
Lokalisierung: Vishuddha (auch oft Vishuddhi genannt) liegt in der Wirbelsäule in der Höhe des Kehlkopfes, der Kshetram in gleicher Höhe an der Halsvorderseite.
Element: Äther bzw. Raum.
Symbole: Vishuddha wird als violett, blau oder  weiß erfahren, es hat sechzehn Blütenblätter, die mit den sechzehn Sanskrit-Vokalen assoziiert werden, das Bija-Mantra ist HAM.
Qualitäten: Vishuddha-Energie ist Ausdruckskraft und äußert sich in der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Ein geöffnetes Vishuddha Chakra verleiht mentale Kraft, Verstehen, Urteilsvermögen,  Inspiration und Kreativität.
Entsprechungen: Vishuddha steht in Verbindung mit dem Kehlkopf, den Stimmbändern und der Schilddrüse sowie auf der Ebene der Sinnesorgane mit dem Gehör.
Bedeutung: Vishuddha bedeutet Reinigung. Dieses Chakra hat die Kraft und Aufgabe, den Menschen von physischen und psychischen Giften zu befreien. So lange geistige Gifte wie Hass, Neid und Missgunst unseren Astralkörper belasten, können wir nicht zum Licht des Gottesbewusstseins gelangen. Das erwachte Vishuddha Chakra lässt den Menschen über die Polarität hinaus wachsen, sodass Gift und Nektar eins werden.
Ein in der Höhe des Vishuddha Chakra liegendes weiteres Chakra, das besondere Bedeutung hat, ist Lalana Chakra, das im hinteren Rachenraum liegt. Lalana ist eine Art Speicher für den in Bindu (am Hinterkopf; siehe Ajna Chakra) gebildeten astralen Unsterblichkeitsnektar „Amrita“. Mit diesem Nektar hat es folgende Bewandtnis: Durch unser Leben im Feld der Polarität, durch Emotionen, Sprechen, Sexualität und vieles mehr, geht Amrita allmählich verloren. Dies wird so symbolisiert, dass der Nektar, der Schwerkraft folgend, nach unten träufelt und schließlich im Feuer des Manipura Chakra verloren geht, ähnlich wie ein Tropfen Wasser auf einer Herdplatte zischend verdampft. Durch dieses Verlorengehen des Amrita altert der Mensch. Wir werden später Techniken kennen lernen, die diesem Prozess entgegenwirken.
Asanas, die Vishuddha stärken, sind alle Übungen des Schulterstand-Zyklus sowie alle rückwärts beugenden Stellungen, sofern durch Zurücklegen des Kopfes der Vishuddha-Raum geöffnet wird. Weiters der Löwe und Nackenübungen.
Techniken zur Erweckung von Vishuddha sind alle Pranayamas, insbesondere wenn sie mit den Bandhas durchgeführt werden, Khechari Mudra, Ujjayi Pranayama und Viparita Karani Mudra.

6. Ajna-Chakra (Stirn-Chakra) 
Lokalisierung: Ajna Chakra liegt in der Kopfmitte in der Region der Hypophyse. Der Ajna Kshetram liegt zwischen den Augenbrauen an der Nasenwurzel und wird auch Bhrumadhya oder drittes Auge  genannt. Um Ajna zu stärken und zu reinigen, meditiere auf Licht in der Kopfmitte oder in Bhrumadhya.
Element: Ajna entspricht keinem herkömmlichen Element, ihm wird das Geist- oder Bewusstseinsprinzip zugeordnet.
Symbole: Die Farbe von Ajna ist rein-weiß, es hat zwei Blütenblätter, die die beiden Nadis Ida und Pingala, die hier zusammentreffen und enden, symbolisieren. Das Bija-Mantra ist das heilige OM.
Qualitäten: Ein geöffnetes Ajna Chakra bedeutet ein Öffnen des Geistes, der Erkenntnis und Intuition. Damit gehen geistige Qualitäten wie Wahrnehmung, Weisheit, Phantasie, Vorstellungskraft und Selbsterkenntnis einher. In Ajna Chakra wurzeln die übernatürlichen Fähigkeiten fortgeschrittener Yogis, der sechste Sinn ebenso wie Willenskraft und Unterscheidungsfähigkeit. Ajna wird auch das Guru-Chakra oder „Ort des Befehles“ genannt.
Entsprechungen: In manchen Traditionen wird dem Ajna Chakra die Hypophyse, in anderen die Epiphyse (Zirbeldrüse) zugeordnet. Das mit Ajna in Verbindung stehende Organ ist das Gehirn.
Bedeutung: Die Erweckung von Ajna ist Mittelpunkt aller bewusstseinserweiternden, religiösen und mystischen Traditionen. Ajna ist Sitz des vollkommen gereinigten Geistes, Zentrum der Weisheit und Erkenntnis. Hier wird das innere Loslösen von der Welt der Gegensätze, welches im Vishuddha Chakra begann, fortgesetzt und vollendet: Man dringt zur Einheit aller Dinge vor, erkennt die Einheit hinter allen Manifestationen des Seins.
Etwas höher als Ajna Chakra, am oberen Teil des Hinterkopfes, liegt der Punkt Bindu, der eigentlich kein Chakra ist, sondern der Punkt, durch den nach der klassischen Philosophie die Schöpfung in Erscheinung getreten ist. In diesem Punkt wird der oben beschriebene Unsterblichkeitsnektar „Amrita“ gebildet.
Auf christlichen Abbildungen werden Heilige und Engel oft mit einem Heiligenschein abgebildet, was auf ein voll geöffnetes und aktives Ajna Chakra hinweist.
Asanas, die Ajna stärken, sind alle Umkehrhaltungen, insbesondere der Kopfstand sowie die Stellung des Kindes.
Techniken, die Ajna erwecken, sind Tratak, Kapalabhati, Konzentration auf Ajna Chakra, Shambhavi Mudra, Augenübungen und Visualisationsübungen.


7.  Sahasrara-Chakra (Scheitelchakra)
Lokalisierung: Sahasrara wird im Bereich des Scheitels, aber auch etwas darüber lokalisiert.
Element: Wenn Kundalini-Shakti dieses Chakra erreicht, so hat man die Welt der Gegensätze und die Welt der Elemente überschritten. Hier regiert das reine, das kosmische Bewusstsein.
Symbole: Sahasrara wird durch einen tausendblättrigen Lotus dargestellt, was seine transzendenete Natur andeutet. Dieses Chakra liegt jenseits aller Symbole; es gibt kein Mantra mehr, denn es herrscht die höchste Stille, es gibt keine Farben und gleichzeitig alle Farben.
Qualitäten: Dieses Chakra repräsentiert den höchsten Zustand des kosmischen Bewusstseins. In diesem Chakra verwirklicht der Suchende den Zustand des ewigen universellen Selbst.
Entsprechungen: Sahasrara wird mit der Epiphyse, manchmal auch der Hypophyse assoziiert (vgl. Ajna Chakra). Doch tatsächlich liegt Sahasrara jenseits aller physischen Entsprechungen.
Bedeutung: Sahasrara ist kein Chakra im klassischen Sinn, sondern gleichsam die Summe aller anderen Chakras; es enthält alle anderen Chakras in sich und transzendiert sie. Es heißt, Kundalini wohnt gar nicht in Muladhara Chakra, sondern in Sahasrara; doch Muladhara ist der Schalter, der sie aktiviert...
Techniken, die Sahasrara stärken und erwecken: gleich wie bei Ajna Chakra.


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