Weiterbildung Kinderyoga-Lehrer/in

Kinderyoga kann so viel sein:

Körperübungen, Atemübungen, Singen, Tanzen, Spielen, Partnermassagen, Phantasiereisen,…  Für die Kleinsten wird das alles verpackt in (ent)spannende Yogageschichten mit verheißungsvollen Namen wie „Reise nach Indien“, „Im Urwald“,  „ Auf Safari in Afrika“.

Die Größeren (Volksschulalter) grüßen dann schon die Sonne und versuchen sich an anspruchsvolleren Asanas und können am Schluss schon länger in Entspannung gehen, z.B. in einer Traumreise.
Für Teenager kann die Yogastunde dann durchaus mal etwas lauter werden, mit dynamische Flows (fließende Bewegungen im Atemrhythmus)  begleitet von „ihrer“ Musik holen wir sie dort ab wo sie sind, nämlich in der Aktivität, um nachher umso besser in einer ausgiebigen Schlussentspannung entspannen zu können.

Was sind denn nun die Elemente die Kinder/Teenie- Yoga so wirkungsvoll machen:

•    Yoga hat Stillephasen:

  Stille ist in unserer Gesellschaft ein rares Gut geworden, nicht nur, aber auch im Kinderalltag. In keiner der üblichen Freizeitaktivitäten gibt es bewusste Stillephasen, Phasen des „Sich-selbst-spürens“, des „Nichts-tun-Müssens“, des „Einfach-nur-Da-Seins“.
Auch wenn diese Phasen nur einen kleinen zeitlichen Teil des Kinderyogas ausmachen, so ist dies eine sehr wertvolle Zeit im Kinderyoga.

•    Yoga ist „langsam“ und schult dadurch das Körperbewusstsein:

Durch die Langsamkeit im Yoga, durch das bewusste Bewegen, das längere Halten von Stellungen und in meditativen Spielen kommen die Kinder zum Spüren, zu einer bewussten Körperwahrnehmung. Die Kinder lernen wahrzunehmen, was „gut“ für sie ist. Dieses „Sich-Spüren“ ist eine der Säulen von Gesundheit.

•    Yoga ist nicht auf Wettbewerb ausgerichtet:

Im Kinderyoga können  wir einen bewussten Gegenpol zu unserer üblichen Leistungsorientierung setzten, indem wir versuchen möglichst wenig zu bewerten (Lob und Kritik sind die zwei Seiten einer Medaille, die Bewertung heißt). Im Kinderyoga kann jedes Kind tun wie es will und kann, ohne den Druck „gut“ bzw. „besser“ sein zu müssen.

•    Yoga lehrt die Kunst der Entspannung:

Auch diese Kunst will von klein auf gelernt sein. Also ist es durchaus wichtig den Kindern einen Weg zu zeigen, wie sie aktiv (=selbst) Entspannung herstellen können. Unsere Kinder lernen so viele nötige und unnötige Dinge, aber die Kunst der Entspannung steht außer im Kinderyoga nirgendwo auf dem Lehrplan.

Und dann gibt es noch den „Faktor X“, den „Spirit“ des Yoga, den die KinderyogalehrerIN  in die Stunde einfließen lässt. Dieser „Spirit“ wird gespeist von der eigenen Erfahrung, der eigenen Praxis und dem Glauben an die transformative Kraft des Yoga.
Aus diesem Grund ist die eigene Praxis, die eigene (spirituelle) Weiterentwicklung immer Bestandteil einer KY-Ausbildung der Yogaakademie. Auch fühlt sich die YAA auch in den KY-Ausbildungen dem Integralen Yoga verpflichtet, das heißt, ausgehend vom Konzept der 5 Säulen des Yoga im Alltag, werden in den Ausbildungen immer auch Aspekte abseits der Yogastunde beleuchtet.

Zum Abschluss: Kinderyoga ist eine wunderbare Möglichkeit, der heranwachsenden Generation ein Werkzeug mitzugeben, mit dem sie ihr Leben selbst gestalten kann, ein Werkzeug zur Erhaltung/Wiedererlangung von Gesundheit und Entspannung und nicht zuletzt zum Erreichen von Bewusstheit und menschlicher Reife. Für die Kinderyogalehrerin ist  die Arbeit mit Kindern eine große Möglichkeit der Reflexion und Selbsterkenntnis (gerade weil es manchmal schwierig ist) und so eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung.
Yoga mit Kindern ist „KARMA YOGA“ im besten Sinne!